Matchbericht VBC Lyss vs. VBC Uni Bern b - Gekämpft bis zum Umfallen

Nachdem wir gestern einen 3:0 Sieg gegen den Letztplatzierten feiern konnten, mussten wir heute direkt gegen den Erstplatzierten ran. Bereits beim Einschlagen wurde uns bewusst, dass dies keine einfache Sache wird. Unser Ziel war daher, möglichst viele Punkte zu verteidigen und kämpfen bis zum Schluss.

Der erste Satz begann wie erwartet mit einigen präzisen Angriffen der Berner in unser Feld. Trotzdem schafften wir es immer wieder, aufzuholen und so liessen wir Uni Bern nie vorausziehen. Wir kämpften um jeden Ball und konnten somit gut mithalten. Bis zum Schluss war es ein Kopf an Kopf Rennen. Leider mussten wir uns nach 30min mit einem sehr knappen 26:28 geschlagen geben.

Der zweite Satz, nun ja, den haben die meisten wohl bereits verdrängt. Daher mache ich es kurz: Wir haben 11:25 verloren.

Jetzt konnten wir nichts mehr verlieren, jedoch wollten wir nicht noch einmal so eine Pleite hinnehmen m√ľssen. Dies schien auch Wunder zu wirken, denn auf einmal konnten wir Punkt f√ľr Punkt gewinnen. Was sich so einfach anh√∂rt war in Wahrheit aber ein Kampf bis zum Umfallen. Die Berner machten es uns √ľberhaupt nicht leicht und spielten stark.
Heute waren wir das erste Mal mit dem ganzen Team am Start und heute ben√∂tigte es jede(n). Sei es beim Spielen auf dem Feld oder zum Anfeuern. Und es schien Wunder zu wirken. Nach einem Nervenaufreissenden Punkteduell war unsere Freude riesig, als die Punktetafel schlussendlich 25:22 f√ľr uns anzeigte.

Voller Motivation starteten wir nun in den vierten Satz. Wir liessen die Aufstellung wie gehabt, denn es lief bestens. Der Satzgewinn zeigte uns, dass wir es schaffen können. Von da an gaben wir Gas. Leider schenkten uns die Berner auch hier nichts, jeder Punkt musste hart erkämpft werden.
Mittlerweile war es bereits nach 22:00 Uhr. Die Trainings der anderen VBC Lyss- Mannschaften waren vorbei und wir erhielten "musikalische" Unterst√ľtzung. Alle feuerten die 6 Spielerinnen im Feld an, bis die Halle bebte. Ich hoffe, es gibt keine Reklamationen wegen L√§rmbel√§stigung der Nachbarn... ;-)
Es schien jedoch Wirkung zu zeigen. Denn Uni Bern machte viele Fehler, was wir zu unserem Nutzen machten. Gegen Ende war es kaum mehr auszuhalten. Es war ein richtiges Kopf an Kopf- Rennen, ich weiss nicht was schlimmer war, das Spielen auf dem Feld, oder das Zusehen draussen.
Aber wir behielten die Nerven und so konnten wir diesen Satz unter einem riesigen Jubelgeschrei mit ganz knappen 27:25 f√ľr uns entscheiden.

Jetzt heisst es in einen f√ľnften Satz. Es war bereits 22:30 Uhr, so manch einer musste sich nebst dem Matchresultat zus√§tzlich Gedanken machen zum Auto umparkieren, damit es nicht eingeschlossen wird.
Der Satz begann wie auch die letzten paar Sätze sehr ausgeglichen. Abwechslungsweise punkteten Uni Bern und wir, bis zum Stand von 5:5. Leider waren es nun wir, die ein Chaos im Feld hatten und so zog Uni Bern uns ziemlich rasch davon. Leider konnten wir diesen Vorsprung nicht mehr einholen. Kurz vor 23:00 mussten wir uns mit 6:15 geschlagen geben.
Trotz der Niederlage gingen wir heute Stolz vom Feld. Denn niemand von uns hätte nur ansatzweise damit gerechnet, dass wir solch eine Leistung erbringen werden. Wir kämpften bis auf die Knochen, konnten ein 2:0 drehen zum 2:2 und verloren anschliessend knapp mit 3:2 gegen einen enorm starken Gegner.
Ich bin mir sicher, dass wir alle morgen ein Andenken an diesen Match haben werden. Sei es von den blauen Flecken von den meist gelungenen Rettungsversuche am Boden ( Merci Dönä!! ), Muskelkater des langen Spiels, oder vom lauten Anfeuern am Spielfeldrand. Ich bin mir sicher, auch unser Coach Chrigu hat an diesem Abend ein paar Jahre gealtert, das Spiel brauchte Nerven aus Drahtseile.

Es war aber ein spitze Match, bei dem bis zum Schluss gekämpft wurde. Es hat heute alle 14 Spielerinnen ( +1 Coach ) gebraucht, wir können stolz sagen, dass wir uns als Team diesen einen Punkt gesichert haben!
Super Leistung und weiter so!!!

FORTUNAA!!

Autor: Stefanie Sahli
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