Matchbericht VT Langnau vs. VBC Lyss - đïž True Crime: Die Drei Punkte von Langnau
đïž True Crime: Die Drei Punkte von Langnau
Episode 1: Der Jahrhundert-Prozess
Sonntag, 08. Februar 2026. 18:00 Uhr. Oberfeld, Langnau. Verhandlungsraum 3.
Es ist einer dieser Abende, an denen die Luft im Gerichtssaal schwerer wirkt als sonst. Die ZuschauerbÀnke sind voll, obwohl die Presse ausgeschlossen wurde. Voll mit Menschen, die gekommen sind, um Geschichte zu sehen. Oder zumindest ein Spektakel.
Mit leichter Verzögerung betritt das Justizgericht den Raum. StĂŒhle rĂŒcken, Papier raschelt, jemand rĂ€uspert sich. Die Angeklagten und die KlĂ€gerinnen nehmen Platz. Die ProtokollfĂŒhrer sitzen bereit â stumm, aber wachsam. Und dann spricht der Richter. Ruhig. Bestimmt. Er erinnert alle daran, dass jedes Wort, jede Regung, jede Ausrede protokolliert wird. Und spĂ€ter gegen die Angeklagten verwendet werden kann.
Was folgt, ist kein gewöhnlicher Prozess. Es ist der Auftakt zu einem der ungewöhnlichsten FÀlle, die Langnau je gesehen hat.
Erster Satz â Die Beweisaufnahme beginnt
Die StaatsanwÀltinnen erheben sich. Ihre Stimmen hallen durch den Raum, als sie die Anklageschrift verlesen. Der Vorwurf: Die einheimischen Volleyballspielerinnen sollen sich widerrechtlich drei Punkte angeeignet haben. Drei Punkte, die laut Besitzurkunde eindeutig dem Damenteam 2 des VBC Lyss gehören.
Die Angeklagten plĂ€dieren auf unschuldig. Sie prĂ€sentieren Alibis, die auf den ersten Blick solide wirken. Doch im Kreuzverhör beginnt das Kartenhaus zu wackeln. WidersprĂŒche tauchen auf. Aussagen kippen. Das LĂŒgennetz reiĂt â Faden fĂŒr Faden.
Die StaatsanwÀltinnen geraten kurz ins Straucheln, fangen sich aber schnell. Ein kleiner Beinsteller, kein Bauchklatscher. Und dann: das entscheidende ZugestÀndnis.
Zweiter Satz â Neue Zeuginnen treten auf
Nach einer kurzen Pause im Justizministerium Langnau werden weitere Zeuginnen aufgerufen. Sie kommen direkt aus einem verwandten Verfahren â und wirken entsprechend abgeklĂ€rt.
Kaum im Zeugenstand, beginnt das Fragegewitter. Die StaatsanwĂ€ltinnen stellen prĂ€zise, bohrende Fragen. Die Verteidigung? Wirkt zunehmend löchrig. Der ProtokollfĂŒhrer nickt zufrieden. Die Aussagen sind klar, nachvollziehbar, belastbar.
Das Bild verdichtet sich. Und es sieht nicht gut aus fĂŒr die Angeklagten.
Dritter Satz â Das SchlussplĂ€doyer
Die Beweisaufnahme ist abgeschlossen. Jetzt geht es um Worte. Um Ăberzeugung. Um den letzten Versuch, das Blatt zu wenden.
Die StaatsanwĂ€ltinnen beginnen â doch ihre AusfĂŒhrungen sind blumig, fast poetisch. Zu poetisch. Der eigene ProtokollfĂŒhrer runzelt die Stirn. Eine kurze Ermahnung spĂ€ter kehren sie zurĂŒck zu klaren, scharf formulierten Argumenten.
Die Verteidigung versucht dagegenzuhalten. Doch ihre Argumentation steht auf wackligen Beinen. Im Saal zweifelt kaum jemand daran, wie dieses Verfahren enden wird.
Nach knapp 60 Minuten fĂ€llt das Urteil. Schuldig. Die drei Punkte gehen zurĂŒck an das D2.
Der Richter schlieĂt die Sitzung. Die Zuschauer atmen aus.
Und irgendwo in Langnau beginnt bereits die nÀchste Geschichte.
Autor: Martina
Team
Das Team bestimmt Team zum "Most Valuable Player" (englisch fĂŒr wertvollste/r Spieler/in)Â weil: Eine fĂŒr alle und alle fĂŒr eine.
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