Samstag, 28. Februar 2026

Matchbericht VBC Lyss a vs. VBC Burgdorf a - Das olympische Märchen von Lyss

Das olympische Märchen von Lyss
Das olympische Märchen von Lyss
Willkommen zu den olympischen Hallenspielen in Lyss. Die Grentschelarena war am 28.02.2026 Austragungsort des Spitzenspiels des VBC Lyss Damen 2 gegen den VBC Burgdorf. Die Topteams der Gruppe 4 lieferten sich an diesem ereignisreichen Tag den Showdown. Es ging um den Aufstieg. Beide Teams hatten die Vorrundenspiele souverän und ohne zu wackeln absolviert. Wer am Ende des Tages als Sieger vom Platz ging, war der diesjährige Aufsteiger und konnte sich die Goldmedaille umhängen 🥇. Umso motivierter gingen wir ans Werk. Der Trainer hatte sich durch den morgigen Waldspaziergang mental ideal vorbereitet und kam tiefenentspannt und vor sich hin pfeifend an den Match. Mit der nötigen Ruhe erläuterte er die Strategie: «Agieren statt reagieren. Köpfchen ist das A und O». Fanden wir eine gute Strategie und fühlten uns hoch motiviert, dies gemäss Traineranweisung umzusetzen. Aber auch die Gegnerinnen schliefen nicht und zeigten uns mit ihrem Aufmarsch, dass sie dieses Spiel sehr ernst nahmen. Mehr und mehr trudelten in unsere Halle ein. Und immer mehr. Und es wollte gefühlt nicht mehr aufhören. Unser Schluckspecht rieb sich kurz die Augen. Eigentlich hatte er noch keinen Siegerumtrunk gehabt und nein, wir sahen definitiv nicht doppelt. Da standen nicht weniger als 14 Spielerinnen. Ein bisschen eng im Bänklieck 😉
Franjo von Allmen ging mit der Startnummer 8 auf seine Goldfahrt in der Abfahrt an den olympischen Winterspielen 2026. Als Schnellstarter bekannt, holte er bereits in den ersten Abfahrtsminuten einen Vorsprung heraus, taktierte dann in den Schlüsselsektoren, wobei er leicht Zeit einbüsste. Hielt dann die perfekte Linie und baute seinen Vorsprung ins Ziel stetig aus. Am Ende leuchtete grün und er distanzierte seine Konkurrenz um 0.7 Sekunden. Was hat Franjo wohl mit uns zu tun 🤔. Sehr viel. Unser Start war auch fulminant. Wir setzten uns schnell gute 6 Punkte ab. Dabei setzten wir Pele’s Worte «Agieren statt reagieren» konsequent um. Von Nervosität keine Spur oder zumindest so gut umgemünzt in Adrenalin, dass dies zu unserem Vorteil gereichte. Im weiteren Verlauf des Spiels liessen wir Burgdorf ein wenig Überwasser kriegen. Eigenfehler oder ein zu starkes Taktieren im Schlüsselsektor liessen die Gegnerinnen wieder bis auf einen Punkt rankommen. Jedoch bewiesen wir wiederum, dass was uns schon die ganze Saison begleitet: Jede kämpft für jede. Kein Ball darf verloren gehen. Die Mittelspielerinnen haben die Linien «guet ghäbt» (Zitat: Pele, 2026). Und den Vorsprung bauten wir dann wieder auf die nötigen 7 Zähler, mit platzierten Service, aus.

…………..Durchhalten Lea…………………

Im zweiten Satz kamen wir uns eher wie eine kanadische Eishockeymannschaft vor. Mehr Körperkontakt und ziemliche Tuchfühlung untereinander. Nach 5 Punkten war eine Spielerin schon fast ausgeknockt durch einen Ellbogencheck gegen den Kopf. Eigentlich müsste das eine 2-Minuten-Strafe plus 10 Minuten-Disziplinarstrafe geben. Die Übeltäterin wurde gottseidank noch nicht unter die Dusche geschickt (wir brauchten sie noch) und es konnte mit 6 Feldspielerinnen weitergespielt werden. Kaum einen Augenblick später, gab es bereits wieder eine Interference-Strafe die vom Schiedsrichter nicht geahndet wurde. Das «Beihäggli» ist eine beliebte Kuscheltaktik unserer Passeuse. Die Vermutung liegt nahe, dass wir ihr wohl zu langsam sind 😂. Trotz der vielen Eigenstrafen, behielt Lyss die Oberhand. Die Spielerbank der Gegnerinnen konnte ihre Nervosität nicht mehr verbergen, und kaute aus unerfindlichen Gründen auf unseren Bannerschnürungen herum. Snus ist im Eishockey weitverbreitet und gilt als «Hockey-Droge». Vielleicht haben wir was verpasst und die Schnürung der Banner beinhaltet eine Substanz die zur Entspannung und Konzentrationssteigerung beiträgt. Müssen wir nicht ausprobieren – wir haben unsere eigene Drogendealerin und sie hat auch endlich aufgehört uns das gestreckte Zeug zu verkaufen.

…………………………Durchhalten Lea……………………………….

Ilia Malinins Backflip, war die Zuschauerattraktion schlechthin an den olympischen Spielen im Eiskunstlauf. Da der Sprung keinen festen Schwierigkeitsgrad im Wertungssystem aufweist und nicht als technisches Element geführt wird, kann er allein die Programmkomponente, also die B-Note, leicht positiv beeinflussen. Wir haben daher auf den Malinin Backflip verzichtet und sind mit wunderschönen, federleichten Toeloops, Axels oder Flips zum Sieg geschwebt.
Und der Aufstieg nach 4 (oder 5 😅 (weiss es leider nicht mehr)) Jahren für das Damen 2 Team endlich Tatsache. Da gab es ordentliches Geschrei und sogar einige Freudentränchen wurden vergossen. Und was für eine mentale Leistung im Team. Den Sieg holten wir uns doch souverän nach Hause auch dank der lautstarken Unterstützung in der Halle, durch Freunde, Familie und Volleyclubkolleginnen- und kollegen.

Ich darf leider nicht noch länger werden. Da sonst Lea beim Lesen das Gesicht einschläft, sofern sie nicht schon vorher gestoppt hat 😉. Und unser Schluckspecht sich sonst einen hinter die Binde kippt.


Autor: Martina #15
Most Valuable Player

Hans Ruedi (Pele)

Das Team bestimmt Hans Ruedi (Pele) zum "Most Valuable Player" (englisch für wertvollste/r Spieler/in) weil:
Unser Trainer blieb dank dem Waldspaziergang gelbfrei und hat mit Leidenschaft und Köpfchen gecoacht.

Match Resultat

3

:
0


25:16; 25:18; 25:17

Impressionen

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