Samstag, 21. Februar 2026
Unser Team machte sich auf den Weg nach Riggisberg, einem hinteren Chrachen im Berner Mittelland. Für uns bedeutete das eine ganz schöne Reise. Angekommen fiel unser Blick sofort auf die eher niedrige Halle. Schnell war klar: Heute wird es wohl den einen oder anderen Abpraller von der Decke geben.
Mit Verstärkung von zwei Juniorinnen starteten wir motiviert in den ersten Satz. Der Einstieg gelang uns gut, doch irgendwie fanden die Gegnerinnen schneller ihren Rhythmus. Trotz Einsatz mussten wir den Satz mit 17:25 abgeben.
Im zweiten Satz lief es deutlich besser. Es war ein richtiges Auf und Ab. Mal punkteten wir mit schönen Aktionen, dann wieder die Gegnerinnen. Besonders toll waren einige kräftige Smashes, die wir im Training fleissig geübt hatten und nun endlich auch im Match aufs Feld brachten. Punkt für Punkt kämpften wir uns vorwärts, und am Ende belohnten wir uns mit einem knappen, aber verdienten 26:24.
Der dritte Satz entwickelte sich zu einem echten Kopf an Kopf Rennen. Leider schlichen sich bei uns ein paar Abstimmungsfehler ein. Teilweise standen wir uns selber etwas im Weg, und auch mit den Anspielen hatten wir zwischendurch Mühe. Wie bei einem Ping Pong Spiel ging es hin und her. Am Schluss mussten wir den Satz jedoch mit 24:26 den Gegnerinnen überlassen.
Jessi meinte auf der Hinfahrt noch, es wäre für sie auch völlig in Ordnung, wenn wir einfach 3:0 gewinnen würden. Nun ja. Diesen Plan konnten wir an dieser Stelle offiziell begraben und machten uns auf in den vierten Satz. Es wurde immer klarer, dass es ein längerer Nachmittag in Riggisberg werden würde. Wieder kämpften wir uns Punkt für Punkt vorwärts. Mit viel Konzentration, ein paar schönen Finten und gezielten Angriffen in die Biergärten (links und rechts aussen) konnten wir den Satz schliesslich mit 25:23 holen.
Wie bereits beim Hinspiel gegen Riggisberg ging es also wieder über fünf Sätze. Wir starteten gut in den Entscheidungssatz, doch die Gegnerinnen liessen nicht locker und holten nochmals auf. Der Satz bot alles, was ein Volleyballmatch zu bieten hat. Spannung, lange Ballwechsel und ein paar leicht nervöse Momente. Am Ende behielten wir jedoch die Nerven und konnten den entscheidenden Satz mit 15:13 für uns gewinnen.
Es war knapp, spannend, anstrengend und doch toll. Die Freude über den Sieg war riesig, der Muskelkater allerdings auch. Die lange Reise nach Riggisberg hat sich also gelohnt!
Autor: Bettina