Donnerstag, 17. November 2022

Matchbericht VBC Lyss vs. VBC Solothurn b - StÀrneföifi si die schnÀu

StÀrneföifi si die schnÀu
StÀrneföifi si die schnÀu
Vermutlich ging das GerĂŒcht um, dass wir heute nur Angriffe trainieren ohne Kraft- oder Konditions-Block.... auf jeden Fall war das gesamte Team vollstĂ€ndig im Grentschel versammelt! Aber der Grund war nicht ein Schoggi-Training, sondern das Heimspiel gegen Solothurn b. Solothurn hatten wir schon letztes Jahr als Gegner aber diese Saison haben sie sich teammĂ€ssig verdoppelt. Wir hatten also "kei Ahnig" wer uns besuchen kam. Ein Blick auf die bisherigen Resultate der beiden Soloduurner versprach uns mit Team "b" die etwas b-essere Equipe.

Beim Einschlagen merkten wir sofort, dass vor allem wir Lysser besser sind.... dachten wir zumindest. Mit einer gehörigen Portion Überheblichkeit und Arroganz starteten wir in den ersten Satz. Entgegen der Vorgabe unseres Coaches klemmten wir die FĂŒdlibacken nur in etwa so zusammen "wie es auts Kameu mit DĂŒnnpfiff". Nach den ersten paar Angriffen grinsten wir breit ĂŒber die beiden anderen Backen und freuten uns ĂŒber vermeintliche Punkte. Die jungen und flinken Gegenspieler verteidigten aber "wie nes Herrgöttli" und brachten die unmöglichsten BĂ€lle zurĂŒck. Wir mussten uns eingestehen "StĂ€rneföifi si die schnĂ€u" und lagen in RĂŒckstand. Auf der Bank wurden die Ersatzspieler langsam nervös und dachten "Hopplaschorsch jetz bruchts de e WĂ€chsu". Der Coach blieb Ă€usserlich cool und vertraute auf die mentale StĂ€rke der spielenden Sechs. TatĂ€chlich konnten wir uns in den Satz zurĂŒck kĂ€mpfen und Punkt fĂŒr Punkt aufholen. Die BĂ€ckli klemmten wir nun wieder zusammen und der "flĂŒssig konsistenzierte Kamel-Dung " stand uns nicht mehr im Weg. Auf der Zielgeraden konnten wir die Solothurner noch abfangen und den Satz mit 25:23 gewinnen.

Die drei BĂ€nkliwĂ€rmer aus dem ersten Satz durften nun ihre NervositĂ€t ablegen und selber im 2. Satz mitmischen. Aus NervositĂ€t wurde Übereifer und die Neuen bewiesen, dass sie ebenfalls den Start "verjufle" können. Ein paar druckvolle Angriffe ins Netz und Sprungservice an die Wand spĂ€ter, hatten sie dann den "Chlapf a Gring" ebenfalls verstanden. Konzentriert und getreu dem heutigen Motto "miteinander und fĂŒreinander" lancierten wir eine Angriffswelle nach der anderen. Weil auf der Gegenseite immer noch VerteidigungskĂŒnstler ihr (un-)Wesen trieben, brauchten wir jeweils Geduld um die Punkte zu gewinnen. Das gelang uns aber ziemlich gut und wir konnten den zweiten Satz klar mit 25:14 eintĂŒten. Ein paar Punkte liessen wir allerdings kurz vor Satzende noch liegen, weil die Passeure ein paar Varianten-Versuche ver-stuhlgang-ten .

FĂŒr den dritten Satz konnten wir die ganze breite unseres Kaders ausnutzen und auch noch den letzten 3 Spielern den Platz auf der Ersatzbank nĂ€her bringen. Weil Erfolg im Volleyball auch stark mit der mentalen Verfassung zusammenhĂ€ngt, wurden wir nach dem gelungenen 2.Satz leider wieder etwas nonchalant (keine Ahnung was dieses französische Wort genau bedeutet, aber es tönt professionell in einem Bericht). Wir versuchten uns gegenseitig zu motivieren und trafen uns nach jedem Punkt zu einem "Cillit BÀÀÀÀng" in der Feldmitte. Der Kampfgeist war zum GlĂŒck da und auch wir schafften nun ein paar Verteidigungs-KabinettstĂŒckchen. Auch wenn es dazu auch mal ein feines FĂŒsschen brauchte welches "dr Messi nid schöner hĂ€tt chönne". Ziemlich im Gleichschritt mit Solothurn nĂ€herten wir uns dem Satzende und die Nerven der Ersatzler nĂ€herten sich dem Hallenboden. War es die grössere Routine, die mentale StĂ€rke oder doch nur GlĂŒck? Gegen Ende des Satzes konnten wir dann punktemĂ€ssig etwas davon ziehen und den Sieg mit 25:20 auf unsere Seite zwingen.

Am Schluss steht auf dem Matchblatt ein klarer 3-0 Sieg, aber mit unserer Leistung vor allem im mentalen Bereich dĂŒrfen wir nicht ganz zufrieden sein. So freuen wir uns ĂŒber die Aufholjagden und haben ein paar Erkenntnisse gewonnen:
- UnterschÀtze nie einen Gegner aufgrund vom Einschlagen
- Der Punkt ist erst fertig, wenn wirklich fertig ist
- Mit Soutien und Willen können auch wir unmögliche BÀlle trotzdem verteidigen
- Auch angriffs-hacker-freudige Spieler können mit Finten Punkte erzielen

Autor: #3

Match Resultat

3

:
0


25:23 / 25:14 / 25:20

Impressionen