Mit einem Mini-Kader und dank U20-Vanessa mit genau einer Auswechselspielerin zeigt sich die erste Herausforderung schon vor dem Match: Parkplatzsuche! ParkplĂ€tze auf 3h limitiert, ParkplĂ€tze mit so hohen GebĂŒhren, dass sich damit die 13. AHV finanzieren liesse oder so weit entfernt, dass sich das AufwĂ€rmen bereits durch die Wanderung zur Turnhalle ergab. Schlussendlich fanden jedoch beide Piloten noch eine akzeptable Lösung, so dass pĂŒnktlich in der Halle aufgewĂ€rmt werden konnte.
Nach einem ausgeglichenen Start in den erste Satz durfte dann bald Malin zum Service und entschied sich, kurzzeitig ihr Alter Ego "Termalinator" auszupacken. Mit einer beeindruckenden Service-Serie schenkte Sie Solothurn bis zum 14:6 ganze 10 Punkte am StĂŒck ein. Anwesende beim letzten U23-Training dĂŒrften sich erstaunt die Augen gerieben haben: DIE Malin, die den Ball am Dienstag erst beim 4. Versuch neben einem (unbeweglichen) Netzpfosten durchgespielt hatte, konnte plötzlich bewegliche Ziele umspielen? Aber ja, das Leben schreibt manchmal halt komische Geschichten. Aber zurĂŒck zum Spiel! Wenige Eigenfehler, eine noch sehr unerfahrene Gruppe auf der anderen FeldhĂ€lfte und die nötige Konsequenz im Angriff liessen uns den klarsten Satzgewinn der Saison erzielen, 25:10. Dass unsere SĂŒssigkeiten-Box gefehlt hatte, war bis dahin nicht mal aufgefallen. Mit etwas Zucker-UnterstĂŒtzung mĂŒsste es also im 2. Satz ja eigentlich noch besser laufen.
Und so kam es denn auch. Solothurn hatte wohl das leise "I'll be back" unseres Termalinators nicht gehört. Denn die Geschichte aus Satz 1 wiederholte sich. Wie jeweils deutsche Touristen, die in den Sommerferien jeweils frĂŒhmorgens bereits die besten LiegestĂŒhle am Pool besetzen, hatte Malin scheinbar den Platz hinter unserer FeldhĂ€lfte reserviert. Solothurn fand keine Lösung auf die konstanten Services, so dass es nach wenigen Minuten 11:1(!) hiess. Ab diesem Moment konnten die Einheimischen jedoch gut mithalten und immerhin noch 13 weitere Punkte erspielen, den Satz gewannen wir mit 25:14.
Nach zwei SĂ€tzen mehr oder weniger druckvollem Spiel und mit der nötigen Portion Lockerheit, da sollte doch auch der 3. Satz keine Probleme bereiten? Pustekuchen! Volley Solothurn hatte sich beim Seitenwechsel mental von Sarah Connor verabschiedet und in Kyle Reese versetzt, spielte plötzlich eine Spur besser, wĂ€hrend sich bei uns ein wenig der Schlendrian einschlich. Da ein Schritt zu wenig, da etwas zu zögerlich, hier noch ein Servicefehler - es wollte nicht mehr so richtig funktionieren. 4:8, 10:14, 14:17, der RĂŒckstand pendelte sich bei 3-4 Punkten ein. Aber da war doch eine Geschichte aus den ersten beiden SĂ€tzen? Genau, unser TERMALINATOR! Bei 14:17 war es wieder soweit, Malin servierte nicht mit unglaublich viel Druck, aber einer schönen Konstanz und bereitete Solothurn grosse Probleme. Nach 8 Punkten in Serie war der Grundstein dann fĂŒr den Matchgewinn gelegt. Solothurn konnte nicht mehr kontern, der Satz ging mit 25:19 ebenfalls an uns.
Ein Sieg fĂŒrs GemĂŒt, es hat Spass gemacht. Und fĂŒr Volley Solothurn: Danke fĂŒr die faire Partie, wir freuen uns aufs RĂŒckspiel.
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